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25.09.2018 03:32:29


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Von Rösslipost zum Postauto

 

Seit den 1860er Jahren bemühte sich Hütten um Verkehrsverbindungen zu den Nachbargemeinden. Am 1. Juli 1870 fuhr erstmals ein Postkutschenkurs Hirzel – Schönenberg – Hütten – Biberbrugg. Wegen ungenügender Frequenz wurde dieser aber schon nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Dafür dehnte man 1872 den zwei Jahre zuvor eingeführten Pferdepostkurs Wädenswil – Schönenberg bis Hütten aus. Täglich verkehrten in jeder Richtung zwei Kutschen, 1873 beispielsweise nach folgendem Fahrplan:

Hütten ab 6.30 16.30
Wädenswil an 7.25 17.25

Wädenswil ab 10.00 20.15
Hütten an 11.40 21.55

1887 fuhr erstmals der Sommerpostkurs Menzingen – Hütten – Schindellegi, der 1890 bis Zug und Feusisberg verlängert, 1916 aufgehoben und 1933 als konzessionierter Autokurs wieder eingeführt wurde.
Bis Ende November 1922 rasselte die von zwei Pferden gezogenen Postkutsche täglich zweimal von Wädenswil nach Hütten und zurück. Als Postillion amtete seit der Jahrhundertwende der gewandte Kutscher Konrad Pfau von Hütten. Am 1. Dezember 1922 wurde auf der erweiterten Linie Horgen – Hirzel – Schönenberg – Hütten – Wädenswil der Regie-Autokurs eingeführt. 1935 verkehrte zwischen Wädenswil und Hütten ein 25 plätziges Postauto.
1947 wurden auf der Strecke Wädenswil – Hütten erstmals vier Postautos eingesetzt. Diese waren in der „Kronen“ - Scheune und in der Scheune von Johann Bodmer eingestellt, bevor 1949 in Hütten eine Postgarage bezogen werden konnte, die 1954 ins Eigentum der PTT überging und 1982 um eine Waschbox erweitert wurde. 1984 waren im Postauto – Stützpunkt Hütten sieben Postcars stationiert.

Quelle: Prof. Peter Ziegler, Wädenswil
letzte Nachführung: 1987

Postautogarage
 

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