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25.06.2018 12:28:38


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Lage, Landschaft

 

Hütten mit 14.3 Kilometer langer Gemeindegrenze liegt im südlichsten Teil des Kantons Zürich, auf den Höhen des Richterswiler Berges, sowie am Nordhang der Hohen Rohne. Das 729 Hektaren grosse Gemeindegebiet grenzt im Osten und Südosten an den Kanton Schwyz, im Süden und Südwesten an den Kanton Zug. Der tiefste Punkt, der Spiegel des Hüttnersees, befindet sich auf 658 Metern über Meer. Der Höchste, der Höhboden auf der Hohen Rohne, liegt 1229 Meter über dem Meeresspiegel. Das Dorf Hütten und die Siedlungen auf dem Moränenzug längs des rechten Sihlufers haben Höhen zwischen 700 und 750 Metern.
Hütten liegt in einer typischen Moränenlandschaft, die wegen ihrer Einmaligkeit ins schweizerische Inventar der schützenswerten Landschaften aufgenommen worden ist. Sumpfige Mulden wechseln hier mit fruchtbaren Hängen, tiefeingeschnittene, waldbegleitete Bachrinnen mit sonnigen Moränenhügeln. Hügel und Moore dieser voralpinen Zone sind Zeugen einstiger Vergletscherung. Die Hügelreihen markieren Rückzugsstadien des Linthgletschers. Zwischen Zürichsee und Hoher Rohne liegen zwölf Moränenwälle, von denen fünf das Gemeindegebiet von Hütten durchziehen:

1. Kreuz (Schindellegi) Hinterrossberg Mistlibüel
2. Oeribüel Schönau Finstersee
3. Applishöhe Bergli Langmoos Spitzenbüel
4. Segelweid Arnen Aesch Spitzen
5. Laubegg Wolfbüel Humbel

Die Wallmoränen sind mancherorts aufgeschlossen, zum Beispiel in Kiesgruben und an Abrutschstellen steiler Tobelwände.
Zwischen den Moränenzügen kleiden Grundmoränen der letzten Eiszeit flache Mulden aus. Nach dem Abschmelzen des Eises vor rund 14'000 Jahren hätte man hier Dutzende von kleinen Seen zählen können. Die meisten, wie etwa der Langmoossee, verlandeten rasch. Es entstanden Moore und Sumpfwiesen. Manche davon wurden im Zuge der Anbauschlacht während des Zweiten Weltkrieges (1939 1945) melioriert. Erinnerung an die Urlandschaft ist der Hüttnersee. Aber auch der ist durch den Verlandungsprozess wesentlich kleiner geworden.
Hütten zählt topographisch bedingt zu den typischen Streusiedlungsgebieten der Schweiz. Um 1910 wies diese Gegend das schweizerische Maximum an Einzelhofsiedlungen auf.

Quelle: Prof. Peter Ziegler, Wädenswil
letzte Nachführung: 1987

Landschaft
 

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