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24.09.2018 13:32:37


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Hütten unter der Herrschaft der Freiherren von Wädenswil

1100 - 1287

Wichtigste Grundeigentümer in der damals noch dünn besiedelten Gegend der heutigen Gemeinde Hütten waren im ausgehenden 13. Jahrhundert die Freiherren von Wädenswil, zu deren Grundherrschaft das Gebiet bis 1287 gehörte. Sie lassen sich als Besitzer von Gütern im Segel, zu Hütten, Langmoos und Laubegg sowie von Weidegebiet, der Schweigen, beidseits der Sihl nachweisen. Es dürfte sich dabei um Senntumshöfe gehandelt haben, worauf auch der 1270 erstmals urkundlich erwähnte Name "ze dien Huitten" hindeutet. Viehweiden hatten die Herren von Wädenswil zum Teil auch vom Abt von Einsiedeln zu Lehen. Gemäss Wunsch des Gnädigen Herrn waren diese an Bauern weiterverliehen.
In finanzielle Schwierigkeiten geraten, verkaufte der ohne männliche Nachkommen gebliebene Rudolf (III.) von Wädenswil einen Teil seiner Güter in Ottensegel (heute Segel) der Fraumünsterabtei in Zürich. 1270 veräusserte er dem Kloster Wettingen seine Güter zu Hütten, Langmoos sowie die Schweigen zu beiden Seiten der Sihl.
Laubegg, Segel, Langmoos und Hütten sind die ältesten, im Hochmittelalter wohl auf Rodland entstandenen Grosshöfe der Gegend. Ihre Geschichte lässt sich lückenlos verfolgen. Die Lehenbauern, welche im Auftrag der Freiherren von Wädenswil den Hof Laubegg bewirtschafteten, mussten - wie beispielsweise 1286 festgehalten wurde - der Kirche Wädenswil jährlich ein bestimmtes Quantum Nüsse (drei Mütt) abliefern. Daraus wurde Öl gepresst für die Speisung des Ewigen Lichtes. Auch die Zürcher Fraumünsterabtei besass Güter auf Laubegg. Sie wurden bis 1278 von Johannes Münch bebaut und dann von der Äbtissin an H. Nägeli von Richterswil verliehen. Elisabeth Nägeli, die Tochter des 1339 verstorbenen Rudolf Nägeli, verkaufte die ererbten Laubegg-Güter im Jahre 1342 dem Spital Zürich, zusammen mit Grundbesitz zu Wolfbüel und Geissferen in der heutigen Gemeinde Schönenberg.

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