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16.01.2018 14:02:59


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Abwasser

 

Bis 1974 wurden die Abwasser der Häuser und Höfe im Gemeindegebiet von Hütten in Jauchetröge geleitet, früher da und dort auch einem Bach zugeführt.
Am 15. Dezember 1970 genehmigte die Stimmberechtigten den Kredit für den Bau eines Hauptsammelkanals zwischen Kirchenriedt / Schönenbergstrasse und Blegi. Nach dem generellen Kanalisationsprojekt von 1959 sollten nämlich die Schmutzwässer im Trennsystem zum tiefsten Punkt des Gemeindegebietes geleitet werden, zum Ausfluss des Hüttnersees. Hier musste Hütten entweder eine gemeindeeigene Kläranlage erstellen oder über ein Schmutzwasserpumpwerk den Anschluss ans Kanalisationsnetz Richterswil vollziehen.
Gemeinderat und Stimmbürger von Hütten strebten mit Erfolg die Reinigung der Abwässer in der Kläranlage Mülenen der Gemeinde Richterswil an. 1973 trat ein von beiden Politischen Gemeinden genehmigte Kanalisationsanschlussvertag in Kraft. Richterswil räumte damit der Gemeinde Hütten das Recht ein, die im Einzugsgebiet anfallenden Abwasser an der Bellenstrasse ins Kanalnetz von Richterswil einzuleiten. Hütten leistete einen vorläufigen Einkauf in die Kläranlage Mülenen und erstellte auf eigene Kosten ab Endpunkt Hauptsammelkanal einen Schmutzwasserkanal bis zum Pumpwerk sowie die Druckleitung bis zum Anschlussschacht in der Bellenstrasse. Am 13. August 1974 flossen die ersten Schmutzwässer aus Hütten in die Kläranlage Richterswil.
Mit einem Kostenaufwand von rund 3'219'000 Franken hat Hütten das Abwasserproblem zu einem grossen Teil gelöst. Das Dorfgebiet und die Weiler Vorder Langmoos, Hinter Langmoos und Segel sind an die Kanalisation angeschlossen. 1980 kaufte sich die Gemeinde definitiv in die Kläranlage Mülenen/Richterswil ein.

Quelle: Prof. Peter Ziegler, Wädenswil
letzte Nachführung: 1987

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