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24.06.2018 23:32:00


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Mediation

1803 - 1813

Währen der Mediationszeit bildete die Eidgenossenschaft einen lockeren Staatenbund von 19 Kantonen. Der Kanton Zürich war in fünf Grossbezirke eingeteilt. Hütten gehörte zum Bezirk Horgen, der damals auch das Gebiet des späteren Bezirks Meilen umfasst. Der Kanton Zürich der Mediationszeit war sodann in 65 Wahlkreise eingeteilt, die Zünfte genannt wurden. Hütten gehörte zur Zunft Wädenswil. Jede Zunft bildete ein Zunftgericht. Diese urteilte über kleinere Polizeivergehen und Frevel bis zu einer Höchststrafe von acht Franken oder zwei Tagen Haft. Schwere Fälle wurden dem Bezirksgericht Horgen überwiesen. Die Mitglieder der Zunftgerichte wurden von der Gemeindeversammlung Hütten gewählt. Abgeordneter ins Zunftgericht Wädenswil war Caspar Maurer im Vorderen Langmoos.
Ein zürcherisches Gesetz betreffend die Organisation der Gemeinden ersetzte am 28. Mai 1803 die nun ungültigen Reglementen der Helvetik. Das Amt des Agenten wich jenem des Gemeindeammanns als obrigkeitlichem Vollziehungsbeamten. Erster Gemeindeammann in Hütten wurde Rudolf Bär.
Wie in den übrigen zürcherischen Ortschaften blieb auch in Hütten die in der Revolutionszeit geschaffene Munizipaliät bestehen. Sie hiess jetzt aber „Gemeinde“. An die Stelle des Munizipalrates trat der von der Gemeindeversammlung gewählte Gemeinderat mit Präsident und Schreiber oder Sekretär. Am 26. Juni 1803 wählten die Einwohner von Hütten ihren neuen Gemeinderat mit Hans Heinrich Strickler als Präsident.

Quelle: Prof. Peter Ziegler, Wädenswil
letzte Nachführung: 1987

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