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18.10.2018 09:15:41


vorhergehendes Ereignis

Sonderbundkrieg

1847

Zum letzten Mal erfüllte Kriegslärm die Gegend von Hütten während des Sonderbundkrieges vom November 1847. Nachdem seit den 1830er Jahren konservative und liberale Strömungen in der Eidgenossenschaft immer härtete Fronten abgesteckt hatten, nachdem das konservative Luzern die Jesuiten in die Stadt berufen und der liberale Aargau im gleichen Jahr die Klöster aufgehoben hatte, traten 1845 die Urkantone, Zug, Freiburg und Wallis aus dem Bund aus und schlossen sich in einem Sonderbund zusammen. Dies verletzte geltendes Recht, den Bundesvertrag von 1815. Die Tagsatzung fasste den Mehrheitsbeschluss, den Sonderbund mit Waffengewalt aufzulösen. Zunächst zwang Henri Dufour, der General der Tagsatzungstruppen, das isolierte Freiburg zur Kapitulation. Dann marschierte er konzentrisch gegen die sonderbündische Hauptstadt Luzern. Er liess Zug erobern, zwang die Sonderbundstruppen zum Rückzug aus dem Freiamt und schlug sie schliesslich endgültig in den Hauptgefechten bei Gislikon, Meierskappel und Schüpfheim. Ende November 1847 war der Sonderbundskrieg entschieden.
Hütten lag während des Sonderbundskrieges im Grenzbereich: Schwyz und Zug gehörten dem Sonderbund an, Zürich stand auf der Seite der Sonderbunds-Gegner. In der Nacht auf den 14. November 1847 brannten die Schwyzer die Hüttnerbrücke nieder. Auch in den folgenden Tagen gab es im Raume von Hütten Scharmützel zwischen Sonderbunds- und Tagsatzungstruppen. Zu grösseren Schäden kam es allerdings nicht.

Quelle: Prof. Peter Ziegler, Wädenswil
letzte Nachführung: 1987

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